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Kulturwerkraum Montabaur stimmt auf die Weihnachtszeit ein

WWZ 2006-11-27MONTABAUR. Am Wochenende stand die Kreisstadt Montabaur ganz im Zeichen der Kunst. Gleich drei Ausstellungseröffnungen gab es im Südflügel des Capitols. "Beschwingt und beflügelt" vom Kulturwerkraum Montabaur präsentierte sich die künstlerische Darstellung von Engeln. Skulpturen, Gemälde, abstrakt, ästhetisch als Aquarell oder Bleistiftzeichnung jede erdenkliche Umsetzung war in den Räumen des Kulturwerkraums zu finden. Insgesamt 70 Exponate großer und kleiner Künstler aus der Region regten die zahlreichen Besucher zu Interpretationen an.

Die Ausstellung zum Thema Engel entstand durch die Mitarbeit der Künstler am diesjährigen Weihnachtsgeschehen in der Innenstadt. 60 Künstler und zwei Klassen des Mons-Tabor-Gymnasiums beteiligen sich mit ihrer künstlerischen Darstellung von Engeln am diesjährigen "Engelweg" in der Vorweihnachtszeit. Dabei werden rund 250 Engelexponate in 80 Geschäften ausgestellt.

Für Stadtbürgermeister Klaus Mies, der die Vernissage am Freitagabend eröffnete, ist "der Kulturwerkraum eine Bereicherung für die Stadt. Durch die Mitarbeit am Weihnachtsgeschehen lassen die Künstler wieder die vorweihnachtliche Besinnlichkeit aufleben. Die Stadt Montabaur ist stolz auf die Aktivitäten. Es steckt viel Mühe und Arbeit in dem Projekt, und wir werden die Arbeit des Kulturwerkraums weiter unterstützen."

Gleichzeitig, nur ein Stockwerk darüber, öffnete die Kunstausstellung "Menschenbilder" ihre Pforten. Im Atelier Kunst und Therapie von Heike Schönborn-Jösch stellte Marli Bartling ihre malerische Umsetzung von Menschen aus. Charaktereigenschaften, Begegnungen und Emotionen hat sie mit Pinsel und Farbe auf die Leinwand gebracht. "Was gibt es interessanteres als Menschen?", antwortet die Künstlerin auf die Frage nach der Intention ihrer Kunstwerken.

Wiederum im Erdgeschoss, nur auf der anderen Seite des Gebäudes in der sogenannten Halle 5 konnten die Kunstliebhaber die Arbeit von Mut Müller Deutsch betrachten. Er verwendet gebrauchte Plakatwände und schafft aus ihnen neue Bilder, indem er sie in eine Vielzahl von Stücken teilt und danach auf unterschiedliche Arten bearbeitet. Auch er beteiligt sich mit einer Arbeit an dem Engelprojekt. "Engel sind nicht greifbar, aber ich denke, dass jeder seinen Schutzengel hat, der immer um einen herum ist, der in einem drin ist. Also sind wir Menschen doch die Engel." Aus diesem Grundgedanken entstand die Arbeit des Frankfurter Künstlers, der einen Abdruck des Innenraumes von betenden Händen als Engel gestaltete.

Westerwälder Zeitung - 27.11.2006