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Symbolik des Siegeretiketts überzeugte die Jury - Verkündung der Gewinner spannend gemacht

In der Montabaurer Bürgerhalle drehte sich am Donnerstag alles um den edlen Rebensaft. Die Gäste erfuhren einiges über den Weinanbau in der Westerwälder Kreisstadt und bewunderten zahlreiche Kunstwerke rund um das Thema Wein. Im Mittelpunkt des Abends stand außerdem die Bekanntgabe der Gewinner im Weinetikett-Wettbewerb.

WWZ31092009-bMONTABAUR. "Ich kann es kaum glauben", zeigte sich Maria Thul-Kämmel sichtlich überrascht. Sie hat bei dem von der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG), der Weinbruderschaft zu Mons Tabor und der Westerwälder Zeitung veranstalteten Weinetikett-Wettbewerb den ersten Preis gewonnen. Damit kann sich die Montabaurer Hobbykünstlerin nicht nur über ein Preisgeld von 250 Euro freuen, sondern ihr Siegerentwurf wird im kommenden Jahr auch anlässlich des 40-jährigen Bestehens der DFG die Flaschen des limitierten Jubiläumsweins zieren.

Geehrt wurden die Siegeretiketten (Plätze eins bis drei) am Donnerstagabend im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Bürgerhalle des historischen Montabaurer Rathauses, bei der sich alles um das Thema Wein drehte.

Nachdem Stadtchef Klaus Mies als Hausherr die Anwesenden - darunter auch das Ehepaar Gilliette und Bernard Junot, die extra aus Tonnerre angereist waren und die Künstlergruppe "Arts en Tonnerrois" sowie die Franzsösisch-Deutsche Gesellschaft aus der Partnerstadt vertraten - begrüßt hatte, wurde es spannend. Ein Hauch der großen Oscarverleihung lag in der Luft, hatte der DFG-Vorsitzende Jörg Harlé schließlich die Namen der Sieger bis zum Schluss geheim gehalten.

Selbst die Jury, bestehend aus Mitgliedern der DFG, der Weinbruderschaft und der WZ, die als Laudatoren fungierten, kannte zwar die Siegerentwürfe, für die man sich entschieden hatte, erfuhr allerdings die dazugehörigen Namen der Einsender erst kurz vor der Verkündung. "Die Jury hatte keinen einfachen Job", betonte Harlé, musste man sich aus immerhin 32 eingesendeten Etikettvorschlägen entscheiden, für die insgesamt zwölf verschiedene Teilnehmer verantwortlich zeichneten.

Die eingereichten Arbeiten deckten die gesamte künstlerische Bandbreite ab - vom klassischen bis zum modernen Stil. Während viele Werke von Hand gefertigt wurden, waren einige Etiketten auch am PC entstanden. So auch das von Wolfgang Mungenast aus Montabaur, der sich über den dritten Platz freuen konnte. Sein Lohn: 100 Euro Preisgeld. Außerdem wird sein Etikett auf die Flaschen des 2012er Jahrgangs des in Montabaur angebauten Weins kommen. 2011 wird dafür das Etikett von Stephan Reckentähler (Montabaur) verwendet, der mit seinem Entwurf den zweiten Platz belegte. Da er verhindert war, nahm Gina Herfert die Glückwünsche und das Preisgeld von 150 Euro stellvertretend entgegen.

Die Jury mehrheitlich überzeugt hatte letztendlich die Arbeit von Maria Thul-Kämmel, die mit ihrem Entwurf die Verbindung zwischen Montabaur und Tonnerre ausdrucken wollte. Er zeigt das Montabaurer Schloss und die Kirche Sankt-Pierre in Tonnerre, die miteinander zu verschmelzen scheinen und hinter einem Rebstock liegen. Die Farben Blau, Weiß und Rot symbolisieren sowohl die französischen Landesfarben als auch die der Stadt Montabaur. Angefertigt hatte Thul-Kämmel, die Mitglied im Kulturwerkraum ist und insgesamt fünf Entwürfe abgegeben hatte, ihr Siegeretikett mit Bleistift und Kohle.

Im Anschluss an die Preisverleihung nahm Jörg Harlé die Gäste mit auf eine kleine Reise in die Vergangenheit, bei der er so manch Interessantes aus der Geschichte des Weinanbaus in der Westerwälder Kreisstadt zu berichten wusste. Abgerundet wurde der Abend durch die Eröffnung einer Ausstellung, die rund 40 Werke von Künstlern des Montabaurer Kulturwerkraums sowie Künstlern aus Tonnerre zum Thema Wein zeigt. Zu bewundern sind diese in der Bürgerhalle noch bis 8. November zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses.   Holger Pöritzsch


Westerwälder Zeitung vom Samstag, 31. Oktober 2009