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Stefan Reckenthäler arbeitet an Skulptur im Auftrag der Deutsch-Französischen Gesellschaft

WW Zeitung vom 5.03.2010MONTABAUR. Derzeit verbringt Stefan Reckenthäler viel Zeit in seiner kleinen Werkstatt. Dies hat einen ganz besonderen Grund: Im Auftrag der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) Montabaur arbeitet der Künstler an einer Skulptur, die vom kommenden Frühjahr an die Innenstadt bereichern wird. Am 8. Mai soll das Kunstwerk im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 40-jährigen Bestehens der DFG enthüllt werden.

Aufgestellt wird die Skulptur in dem Bereich neben der Villa Sonnenschein in der Wilhelm-Mangels-Straße. Im vergangenen Jahr bereits hatten die Mitglieder der DFG damit begonnen, den Platz herzurichten, und legten unter anderem Blumenbeete an. Der Montabaurer Stadtrat hat sich jüngst dafür ausgesprochen, dass der bislang namenlose Platz künftig offiziell in Burgunderplatz getauft wird. Pünktlich zur DFG-Geburtstagsfeier im Mai soll der Bereich dann echtes französisches Flair verbreiten: mit den entsprechenden Ruhebänken, einem passenden Brunnen - und eben der neuen Skulptur.

 

Markante Gebäude

Die Skulptur von Stefan Reckenthäler ist rund 1,12 Meter hoch und symbolisiert die Partnerschaft zwischen Montabaur und Tonnerre. Die beiden Städte thronen auf zwei Steinsäulen, die durch die überlappenden Banner der Westerwälder Kreisstadt und ihrer französischen Partnerstadt in Burgund miteinander verbunden sind. Bei der Gestaltung der beiden Städte hat sich Reckenthäler auf die für die jeweilige Stadt typischen und markanten Gebäude konzentriert. So steht natürlich das Schloss im Mittelpunkt Montabaurs, während der Künstler um den Schlossberg herum unter anderem die Pfarrkirche St. Peter in Ketten, das Rathaus und einige Altstadthäuser platziert hat. Aber auch der Reebstock und der von der DFG gemeinsam mit der Weinbruderschaft angelegte kleine Weinberg dürfen nicht fehlen. Eine alte Lok im Einklang mit einem ICE, der aus dem Schlossberg saust, sollen außerdem den "Aufbruch in neue Zeiten symbolisieren", wie Reckenthäler es interpretiert. Bei Tonnerre hat sich Reckenthäler, der die Partnerstadt 2009 erstmals selbst besuchte und dort auch zahlreiche Bilder malte, für die zentralen Sehenswürdigkeiten der Stadt entschieden, zu denen unter anderem die Kirchen Notre Dame und Saint-Pierre sowie die Quelle Fosse Dionne oder auch das alte Krankenhaus gehören.

Nicht nur die Gebäude selbst hat er mit viel Liebe zum Detail "erbaut", auch um die Bauwerke herum herrscht Leben in den Städten, dass es zu entdecken gilt. Und genau dies will der 47-Jährige bezwecken: "Die Leute sollen beim Betrachten auf Entdeckungsreise gehen, mit den Augen und den Händen", sagt Reckenthäler, der die Städte zunächst in Ton modelliert hat.

Rund 100 Stunden Arbeit

Rund 100 Arbeitsstunden wird Reckenthäler am Ende allein in die Modelle gesteckt haben. Sind diese fertig, werden die Städte sowie die verbindenden Banner dann in einem recht aufwendigen Verfahren in Bronze gegossen und schließlich auf den Steinsäulen installiert. 

Für die Finanzierung der Bronzeskulptur ist die DFG noch auf der Suche nach Paten, die dann auch mit einer entsprechenden Plakette an dem Kunstwerk verewigt werden. Interessenten können sich mit dem DFG-Vorsitzenden Jörg Harlé unter der Telefonnummer 02602/947 759 in Verbindung setzen.


Westerwälder Zeitung vom 5.03.2010