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Künstler zeigen Grafik, Malerei und Plastik im Kulturwerkraum Montabaur

wwz-14-05-07MONTABAUR. Zur Feier seines dreijährigen Bestehens präsentierte der Verein "Kulturwerkraum" in Montabaur einen Querschnitt des Lebenswerkes von Eva Wild-Niessen und ihrem Mann, Hans-Christian Wild. Mit Gastgeberin Heike Luther freuten sich circa 80 Gäste. Zum Auftakt erklangen in der Kulisse der mehr als 80 ausgestellten Werke Lieder von George Gershwin, interpretiert von Alice Capellen, Schülerin von Simone Carole Levy, und Maria van Looken am Klavier. Bernhard Gross, ein Studienkollege und Freund der Familie, gab eine Einführung in Leben und Werk des Künstlerpaars, das sich 1961 im Westerwald niedergelassen hatte.

Eva Wild-Niessen , geboren 1932 in Berlin, wuchs in den Niederlanden auf, wo sie Bildhauerei studierte. Beim Studium der freien und angewandten Kunst in München traf sie Wild, den sie 1952 heiratete. Ihre künstlerische Tätigkeit führte sie in den Westerwald, wo sie ihre Studien noch auf dem Gebiet der keramischen Plastik ergänzte. So wurde sie zu einer befähigten Künstlerin und schuf in Zeichnungen, Grafik, Malerei und keramischer Plastik Werke von hohem künstlerischen Rang. In auch großformatigen Blättern führte sie immer wieder Westerwälder Landschaften aus, beobachtete liebevoll Tiere, erforschte Bäume und Architektur, oft an Motiven aus Montabaur. Immer die Gesellschaft in unserem Land scharf beobachtend und bedrohliche Strömungen besorgt registrierend, gelangen ihr Bilder, die uns zum Mitdenken bringen, so Bernhard Gross in seiner Einführung.

Hans-Christian Wild kam 1924 im Vogtland zur Welt. Nach dem Abitur in Dresden verschlang ihn 1942 der Krieg, der ihn 1946 wieder freigab. Erst 1949 erlaubten die materiellen Verhältnisse ihm, künstlerische Studien aufzunehmen. Von 1951 bis 1956 war er als freischaffender Werbegrafiker und Maler zwar für bedeutende Firmen tätig, aber auch den Unbilden des Marktes und den zunehmenden Fortschritten der Reproduktionstechnik ausgesetzt. So absolvierte er als Mittdreißiger das Studium zum Kunsterzieher und war von 1962 bis 1984 am Mons-Tabor-Gymnasium tätig. Durch ihn fanden junge Menschen zur Kunst als Lebensinhalt, so Heike Lutter, heute selbst Künstlerin und eine von vier Schülerinnen Wilds, die im Kulturwerkraum Montabaur tätig sind.

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Westerwälder Zeitung vom 14.05.2007