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Montabaur verlegt Markt wieder in die historische Kulisse der Fußgängerzone - Geschäftsleute organisieren Großteil selbst

Noch sind es 53 Tage bis Weihnachten und gut 30 Tage bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes in der Kreisstadt. Doch die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Und die Montabaurer haben sich in diesem Jahr wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

WWZ 2006-11-02MONTABAUR. Viele Kunden und Besucher der Kreisstadt wird es freuen: Der Montabaurer Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr wieder vom Konrad-Adenauer-Platz in die Fußgängerzone der historischen Altstadt verlagert. Dafür hatte sich die große Mehrheit der Montabaurer Geschäftsleute stark gemacht - mit Erfolg. Der Stadtrat stimmte dem Wunsch der Werbegemeinschaft "montabaur aktuell" zu.

Damit werden die festlich beleuchteten und weihnachtlich geschmückten Holzhäuschen mit ihrem adventlichen und kulinarischen Angebot zwischen dem 2. und 21. Dezember wieder die Innenstadt beleben und den Großen und Kleinen Markt, die Kirchstraße und die Klostergasse säumen. Das Marktgeschehen führt bis zum Konrad-Adenauer-Platz.

Neu in diesem Jahr ist auch, dass die Stadt zwar weiterhin Veranstalterin des Weihnachtsmarktes ist, aber die Organisation weitgehend in die Hände vieler engagierter Bürger und der Montabaurer Geschäftsleute gelegt hat. Hand in Hand arbeiten hier "montabaur aktuell", der Verein Stadtmarketing, die Arbeitsgruppe Weihnachtsmarkt um die Erste Stadtbeigeordnete Judith Haberstock und der Kulturwerkraum zusammen. Dies erläuterte Stadtbürgermeister Klaus Mies im Gespräch mit der WZ.

Unter Vorsitz von Norbert Reisewitz haben die Montabaurer Geschäftsleute 13 neue Holzhäuser bei einem Montabaurer Schreiner und Schnitzer in Auftrag gegeben. "Die Häuschen sehen wunderschön aus. Es sind kleine Fachwerkhäuschen mit Butzenscheiben, die auch abends beleuchtet sein sollen", schwärmt Cornelia Baas, Vorstandsmitglied von "montabaur aktuell". Die Werbegemeinschaft hat sich auch um die Vergabe der schmucken Häuschen an Ständler gekümmert - mit Ausnahme des Häuschens, das die Stadt Schulen und Vereinen für karitative Zwecke zur Verfügung stellt. Der Kooperationsvertrag, den die Stadt mit den Organisatoren abgeschlossen hat, sieht vor, dass mindestens die Hälfte der Stände Weihnachtsaccessoires anbieten sollen; an den übrigen Marktständen werden Leckereien und Getränke verkauft. Bei der Standvergabe, so Cornelia Baas, wurden stadtansässige Geschäftsinhaber bevorzugt. Denn diese sind das ganze Jahr über in der Stadt präsent und entrichten hier Gewerbesteuer. Ein überzeugendes Konzept. Auch das kulturelle Programm liegt in den Händen von "montabaur aktuell". Stelzenläufer, Pantomime-Künstler, Posaunenchöre und Musikvereine werden mit dabei sein. Der Verein Stadtmarketing organisiert für die Kleinen wieder einen Kindertag im Rathaus und die Kinderbetreuung im Senioren-Wohnpark.

Die Arbeitsgruppe um Judith Haberstock kümmert sich um den überdimensionalen Adventskalender, der auch in diesem Jahr wieder das alte Rathaus - dieses Mal ohne Gerüst - schmücken soll (siehe Kasten). Besonders schön: Da der Weihnachtsmarkt unter dem Motto "Engel in Montabaur" steht, werden die Künstler des Kulturwerkraumes Montabaur in rund 80 Geschäften eigens geschaffene Engel, sei es als Bild, Skulptur oder Collage, ausstellen. Der Weg der Engel führt durch die gesamte Stadt. "Es ist ein Glücksfall, dass sich die Kulturwerkstatt so engagiert", freut sich Judith Haberstock. Für eine festliche Atmosphäre sorgen zudem die "beflügelten" Laternen - ein Projekt, das die Berufsbildende Schule Montabaur, die Waldschule Horressen und der Kulturwerkraum Montabaur umsetzen. Mit Folie bespannen sie 1,5 Meter große Flügel, die an den Stadtlaternen befestigt werden.

Westerwälder Zeitung - 02.11.2006