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Kulturwerkraum Montabaur zeigt "Lebensfreude im XXL-Format"

Ein außergewöhnliches Projekt haben Montabaurer Künstler jetzt angepackt. Der Kulturwerkraum eröffnet ungewöhnliche Perspektiven.

MONTABAUR. "Lebensfreude im XXL-Format" so lautete das Motto der Vernissage der Kulturwerkraum-Künstler im neuen Haus der Jugend in Montabaur. Zahlreiche Besucher waren zu der Ausstellungseröffnung gekommen, um das interessante und spannende Thema zu begutachten, das die Künstler dargestellt hatten.WWZ-08-04-2009

Doch was soll das Motto Lebensfreude im XXL-Format überhaupt bedeuten? Dazu erklärte Ralf Jantzen, der erst seit einem halben Jahr zu der Montabaurer Künstlergruppe dazuzählt, den Besuchern mehr: "Jeder von uns Künstlern ist ein Individualist. Doch was uns alle verbindet, ist nicht nur unser Verein, der Kulturwerkraum, sondern auch die Lebensfreude, mit der wir das Alltägliche bestreiten, unserer Arbeit und der Kunst nachgehen", formulierte er.

In einem von Ralf Jantzen entworfenen Test für Lebensfreude, den jeder Künstler vor Beginn des Projektes ausfüllte, erfuhren sie, welches persönliche Lebensthema für sie wichtig ist. "Ob Harmonie, Zeit oder Freiheit, für jeden Menschen ist gibt es ein individuelles Gut, das die Freude im Leben bestimmt", erklärte Jantzen den Besuchern und händigte allen Interessierten auch einen solchen Test aus.

Nachdem alle Künstler im Vorhinein anhand des Tests ihr Lebensfreude-Gut herausgefunden hatten, machten sie sich ans kreative Werk: Jeder hatte nun die Aufgabe, sein persönliches Ergebnis künstlerisch darzustellen. Individualität genossen die neun Künstler beim Auswählen der Idee für die Thematik und die Technik. Eingeschränkt wurde die künstlerische Freiheit durch die vorgegebene Begrenzung des Bildes auf eine 80 mal 80 Zentimeter große Leinwand. Schließlich sollten die neun Einzelwerke am Ende ein zusammengesetztes Gesamtkunstwerk bilden: Eine symbolische Darstellung ihrer Lebensweise, denn zwar sind sie als Künstler Individualisten, jedoch als Mitglieder des Kulturwerkraums stellen sie eine einheitliche Gemeinschaft dar.

Begeistert bestaunten die Besucher das überdimensionale Gesamtwerk, das aus den individuellen Teilen eine Symbiose aus bündiger Einheit und spezifischer Persönlichkeit darstellt. "Wir wussten zuerst nicht, ob die Bilder optisch überhaupt gut zusammenpassen", erzählt Alexandra Gawloski, deren Werk sie bezüglich des Themas Harmonie mit einer runden grünen Scheibe gestaltet hatte. "Aber", berichtet sie, "wir sind alle sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis des interessanten Experiments."

So leuchtet das große Kunstwerk aus einzelnen Puzzleteilen dem Betrachter in den verschiedensten Farben entgegen. Auch die Techniken machten die Individualität des Gemeinsamen aus. So zeigt beispielsweise Josef Straubs Bild zum Thema Zeit eine Collage verschiedenster kleiner Uhren. Theresia Müller-Kunz setzte Unabhängigkeit ideenreich mit dem Blick auf das Abbild einer Freiheitsstatue, die auf einer Insel thront, um. Freiheit wurde Karl Nock-Minnings Thema: Er setzte flugzeugartige bunte Collagenteile auf einen von blau, grün bis lila-weiß ineinander laufenden Hintergrund. Der schmale Weg zu einer großen Weltkugel war die fantasievolle Umsetzung des Mottos Herausforderung, das Gina Herfert für sich entdeckt hatte. Ralf Jantzen verwirklichte mit zwei Herzen, die ineinander übergreifen, seine Vorstellung von Abenteuer, und Bärbel Rosentreter setzte Zeit um, indem sie eine Lebensuhr vom Säugling zum Skelett malte. Dass ein und dasselbe Thema zwar die gleichen Emotionen weckt, aber dennoch unterschiedlich von jedem wahrgenommen wird, bewiesen Maria Thul-Kämmel und Stefan Reckenthäler: Sie gestalteten das Motto Freude. Zwar wählten sie für ihr Werk beide warme Rot- und Gelb-Töne, doch in ihrer persönlichen Subjektivität stellten sie unterschiedliche Werte als Freude dar. Neben dem großen Themen-Kunstwerk stellten die Künstler auch andere von ihnen geschaffene Werke bei der Ausstellung aus.


Westerwälder Zeitung vom 08.04.2009


NassauischeNeuePresse-04-2008

 

 

 

 

 

 

Nassauische Neue Presse vom 04.2009